Nächstenliebe und Besinnlichkeit

Ach ja, die Weihnachtszeit ist da! Vom Ersten Advent bis zum Zweiten Weihnachtsfeiertag dauert hierzulande die Zeit an, in der, ob es nun schneit oder nicht, wir zumeist in Weihnachtsstimmung sind.

Die historischen sowie religiösen Wurzeln von Weihnachten sind uns heute leider nicht mehr so vertraut, und doch verstehen wir Weihnachten immer noch als die Zeit der Liebe, der Freude und der Mildtätigkeit unseren Mitmenschen gegenüber. Gewiss soll jede Weihnachtszeit besinnlich und geborgen sein!

Tatsächlich kommt die gemütliche Stimmung an Weihnachten aber nicht von alleine, und wer sogar meint, es ginge bei diesem Feste hauptsächlich um Geschenke, frei nach dem Motto “Wieso habe ich dieses Jahr schon wieder nicht mein Lieblingsgeschenk bekommen!?”, der irrt kräftig!

Sich gegenseitig etwas zu schenken, soll eigentlich den schon seit ein paar Jahrhunderten geltenden Status von Weihnachten nicht nur als religiöses, sondern ebenso als gesellschaftliches Fest, vorwiegend innerhalb der Familie, festigen. Aber wie sehr lenkt wohl das (weihnachtliche) Beschenken vom ursprünglichen Freudenfest der Christen im Gedenken an Jesus Christus ab, sobald es offenbar zum Selbstzweck wird?

In dem Moment, wenn Schenken zur Verpflichtung auf der einen, und zum gierigen Verlangen, beschenkt zu werden, auf der anderen Seite wird, da hört die Besinnlichkeit schlichtweg auf, und der Weihnachtszauber kann dann nur noch durch Punsch flüchtig in Erinnerung gerufen werden! Wie kann man aber echte Freude erleben, und das nicht nur zu Weihnachten?

Eine Überweisung an eine gemeinnützige Organisation zu tätigen, mag zwar vom schlechten Gewissen gegenüber finanziell benachteiligten Mitmenschen ein wenig erleichtern, jedoch ist es sehr unpersönlich und kalt. Eine bessere Möglichkeit wäre, selber etwas zu organisieren!

Im einfachsten Falle kauft man im Bäckersladen nebenan etwas Leckeres, und gibt es einem Obdachlosen. Schon deutlich mehr Engagement verlangt es, im Heimatort eine Aktion “kostenfreies Mittagessen” ins Leben zu rufen, sodass viele Bedürftige, auch Obdachlose, sich einmal (oder öfters) nicht aus Mülltonnen bedienen müssen.

Einmalige Aktionen wohltätiger Natur sind natürlich deutlich einfacher zu realisieren als kontinuierliche Hilfe! Armen Menschen Produkte mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum anzubieten, während man selbst immer frisch isst, wäre außerdem eine weniger gute Idee, als zum Beispiel den Bedürftigen immer beste Qualität, und das auch noch regelmäßig und in großer Menge anzubieten.

Denken wir daran: Hierzulande wird nicht selten kommerziell Essen weggeschmissen, nur damit die Lebensmittelpreise nicht ins Bodenlose fallen, während nicht nur im Ausland, sondern ebenso in heimischen Gefilden, viele Menschen sich keine Nahrungsmittel, oder nur viel zu wenig zum Sattwerden, leisten können!

Früher sprach man oft Tischgebete. Ein kurzes Solches ist “Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast, und segne, was du uns bescheret hast.”. Könnten wir wohl jemandem vielleicht zu Weihnachten eine ganz besondere Freude bescheren, im Sinne der Nächstenliebe?

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