Kontrollzwang und weltweite Überwachung

“Jetzt gucke ich mir erstmal meine Emails an!”, sagen sich viele Leute am Ende eines Arbeitstages. Gerne wird dann auch noch gechattet oder per Video geredet. Man erzählt sich so allerlei Dinge, manches Geheimnis, und vielerlei Alltägliches darunter. Die Verbindung klappt, oder eben auch nicht, doch wenn es dann geht, kann so quasi virtuell die Welt erkundet werden!

Da kommt plötzlich im Fernsehprogramm eine schreckliche Sendung! Ein Horrorfilm ist ja schon gräußlich, jedoch wüsste man dabei ja, dass es in jenem Fall alles nur Fiktion wäre … . Hingegen wird hier von einer erschütternden Wahrheit berichtet: Wir werden nämlich alle ausspioniert, hier und heute, sogar schon seit wer weiß, wie lange! Wenn man da mal nicht einen gehörigen Schreck bekommt, dann fragt man sich sogleich: Wie kann das sein, sind denn die alten Stasiwanzen noch nicht entfernt worden aus den Häusern, und was ist mit den Bauten im Westen, oder neueren Gebäuden?

Glücklicherweise ist es für die Geheimdienste schlichtweg nicht möglich, bei jedermann Abhörgeräte zu installieren. Tragischerweise ist es aber auch nicht länger nötig für sie! Sei es der angeblich intelligente Fernseher, das tolle Handy oder der normale Haus-PC: Überall steckt hier Bespitzelungspotential. Da könnte man sich natürlich sagen: “Na, und wenn schon, Gespräche an öffentlichen Plätzen sind ja sowieso nicht privat!”. Das hüpfende Komma, wie Heinz Erhardt den springenden Punkt nannte, wäre hier aber, dass man sich am Computer zu Hause, oder am stummgeschalteten Handy auch unterwegs, durchaus in einer privaten Situation befindet!

Mit Witz und Humor lässt sich das Entsetzen über dieses Ausmaß der Spionage zwar leichter ertragen als ohne dem, trotzdem sollte es nicht gänzlich vom Problem ablenken. Sobald Daten erfasst worden sind, werden sie letztlich auch genutzt, egal welche rechtlichen Rahmenbedingungen gerade bestehen. Ein Bürger, der die öffentlichen Verkehrsregeln nicht beachtet, wird ja vielfach auch schon nicht “erwischt”, und das trotz womöglich vieler dabei anwesender Menschen. Wundert es uns da, wenn im Verborgenen agierende Täter, die ihre gesetzlichen Pflichten nicht ganz ernst nehmen, noch viel weniger der illegalen Nutzung ihrer Dienstbefugnisse und somit der offenkundigen Spionage überführt werden?

Das Problem mit der Spionage ist in der Tat, dass sie an sich, ungeachtet ihrer Ambitionen und Hintergründe, bereits durch ihre Existenz das Recht auf Privatsphäre der Bürger irreparabel verletzt! Das Bespitzeln als solches auch nur teilweise gesetzlich zu erlauben, würde leider unumgänglicherweise eine Grauzone schaffen, in welcher Gesetze regelmäßig und unerkannt, ganz fließend von “legal” hin zu “illegal”, übertreten werden können. Das Überwachen gesetzlich, ohne Ausnahmen, zu verbieten, wäre hier sicherlich ein gutes Signal in die richtige Richtung, jedoch: Schafft nicht bereits die bloße (technische) Machbarkeit ein Schlupfloch, durch welches früher oder später die Maus der umfassend überwachten Gesellschaft zum Vorschein kommen wird?

Unternehmen wie ebenso Staaten wollen Produkte sowie Dienstleistungen kaufen und verkaufen. Ihnen liegt es nahe, je mehr Informationen sie über ihre Abnehmer hätten, desto erfolgreicher wäre ihr Geschäft potentiell ausgerichtet! Diese Haltung führt allerdings zu Kontroll- und Regelungszwängen, welche letzten Endes den Interessen ihrer Abnehmer (“Kunden”) entgegenstehen.

Große Unternehmen sind meist stärker an Wettbewerb orientiert als Kleinunternehmen, weshalb die Kleinbetriebe in Bezug auf diese Sachlage wohl eher als ähnlich den Privatleuten anzusehen sind. Somit ergibt sich insgesamt eine Polarisation, ein Aufbau von entgegengesetzten Meinungen und Interessen zwischen Staaten und großen Unternehmen auf der einen Seite, und Privatleuten sowie Kleinunternehmen auf der anderen!

Wie werden wir alle gemeinsam diesen Konflikt in userer Gesellschaft lösen? – Vertrauen in Gottes Wort ist das einzig Richtige, und er wird uns führen: Lassen wir ihn uns leiten, und lasset uns beten!

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